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Bischof: Bemühen um Prävention darf nicht nachlassen
In seinem Eingangsstatement ging Bischof Dr. Rudolf Voderholzer auf die 
Diakon Dr. Holzschuh: Es ist wichtig, Orte der Trauer zu haben
Zum Themenschwerpunkt „Bestattungskultur im Wandel“ konnte Diakon
Diakon Dr. Wolfgang Holzschuh: Trauer braucht Orte
Dr. Wolfgang Holzschuh gewonnen werden, der intensiv zur Trauerpastoral geforscht hat und Trauerseminare anbietet. Ausgehend von seinem Buch, in dem die Grabmalgestaltung als kreative Trauerarbeit vorgestellt wird, zeigte er verschiedene Trends auf. Die Urnenbeisetzungen seien vermehrt zu beobachten, ebenso werde immer öfter die Beerdigung in aller Stille ohne die Gemeinde durchgeführt. Auch gebe es Bemühungen, Friedwälder einzurichten. Es sei aber wichtig, Orte der Trauer zu haben. Der Friedhof sei oft der einzige Ort, wo man trauern dürfe. Man treffe dort andere Trauernde, so dass man sich gegenseitig stützen könne. Trauernde bräuchten Solidarität und Netze, die sie schützten. Zur Urnenbestattung merkte er an, dass es bei einem Grab, in dem der Leichnam liege, leichter sei, in den inneren Dialog zu treten. Wichtig sei, die verschiedenen Riten bei der Beerdigung zu erklären, was auch Aufgabe der Seelsorger sei. Auch wenn der Trend bei Bestattungen ins Private gehe, möchte die Gemeinde dennoch Anteil nehmen. Dies könne für die Angehörigen sehr hilfreich und tröstlich sein. Hier gelte es, das Bewusstsein dafür zu stärken. Die Mitglieder des Pastoralrats waren einhellig der Meinung, dass ein Trauerfall eine pastorale Chance sei, da die Angehörigen in dieser Situation ansprechbar seien. Sie regten an, die Trauerbegleitung verstärkt zu bewerben und die Trauerarbeit in der Gemeinde nicht auf das Abstellgleis zu schieben. Auch Ehrenamtliche könnten durch Trauerseminare geschult werden und einen Dienst in der Gemeinde übernehmen. Ebenso dürfe die Erinnerungskultur, z.B. durch besondere Gedenkgottesdienste, nicht vergessen werden. Die Anwesenden waren sich einig, dass eine Herausforderung für die Zukunft die stärkere Mobilität der Gesellschaft sei, da Angehörige oft nicht mehr zur Grabpflege vor Ort seien und auch die Trauerbegleitung dadurch schwerer sei. Es wurde auch eine Handreichung zu den Möglichkeiten der Gottesdienstgestaltung angeregt, die man Angehörigen mitgeben könne. Der Referent verwies auf eine Homepage zur Trauerpastoral, die aktuell von der Bischöflichen Pressestelle eingerichtet werde und das Thema intensiv bearbeite.
Erneuerung der Wolfgangswoche: dezentral und Gebet für die Neupriester
Aus dem Priesterrat berichtete Priesterratssekretär Dekan Thomas Vogl, wo man sich in einem Studienteil über die Priesterseelsorge beschäftigte und mögliche Wege suchte, die Priesterseelsorge in personeller und struktureller Hinsicht zu beleben.
Seelsorgeamtsleiter Domkapitular Thomas Pinzer stellte das neue Konzept für die Wolfgangswoche vor, die ab 2021 einen regionalen Teil erhalten werde, um die ganze Diözese einzubinden. Ebenso solle das Gebet für die Neupriester in Erinnerung gerufen werden.
Klimaschutzkonzept der Diözese wird erarbeitet
Die Leiterin der Fachstelle Umwelt & Ökosoziale Gerechtigkeit Beate Eichinger berichtete von den Arbeiten zur Erstellung eines Klimaschutzkonzepts für die Diözese Regensburg. Dabei gehe es um den Beitrag des Bistums, eigene CO2-Emmissionen einzusparen, um das Klimaschutzziel des Bundes zu erreichen. Man konzentriere sich dabei auf die Handlungsfelder Gebäude, Mobilität und Beschaffung. Aktuell versuche man den Energieverbrauch zu erfassen, um dann daraus Handlungsempfehlungen ableiten zu können. Das Projekt werde finanziell und durch Prozessleitlinien vom Bundesumweltministerium unterstützt.
Als Vertreterin des Diözesanpastoralrats in den Wahlausschuss des Diözesansteuerausschusses wurde Monika Uhl gewählt.
Regensburg, 31.03.2019
Manfred Fürnrohr
Geschäftsführer Diözesane Räte
