Teilen
Teilen

Es war ein rundherum gelungener Tag, der zweite diözesane Familientag im Geistlichen Zentrum für Familien, in Heiligenbrunn. Das Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Regensburg mit dem Arbeitskreis Ehe und Familie war der Organisator dieses Tages und wurde von vielen Helfern tatkräftig unterstützt. Gemeinsam mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer feierten die vielen kleinen und großen Besucher einen wunderbaren Festgottesdienst zum Patrozinium der Wallfahrtskirche „Mariä Heimsuchung“.
Stimmung der werdenden Mutter überträgt sich auf das Kind
Das Patrozinium von der Begegnung Maria´s und ihrer Verwandten Elisabeth stand auch im Mittelpunkt der Predigt. Dabei lud Bischof Rudolf die Kinder ein, sich mit geschlossenen Augen die Szene dieser eindrucksvollen Begegnung bildlich vorzustellen, als sich die junge Maria auf den 120 Kilometer langen und beschwerlichen Weg machte, um ihre ältere Cousine Elisabeth zu besuchen. Beide erwarten ein Baby und möchten sich über dieses Thema austauschen. Desweiteren möchte Maria mithelfen, die Geburt vorzubereiten und macht sich als Magd nützlich, dient ihren Verwandten. Schließlich ist es Maria auch wichtig, mit einer Frau in der ähnlichen Schwangerschaftssituation zu sprechen. Bischof Rudolf erklärte den Kindern, dass Maria vermutlich Psalmen auf dem Weg gebetet hat und daraus dann den Jubel, das großartige Magnifikat „Meine Seele preist die Größe meines Herrn“ ausrufen konnte.

Die Eucharistie feierte Bischof Rudolf am Altar gemeinsam mit Pfarrer Michael Birner, Domvikar Harald Scharf und Domkapitular Thomas Pinzer unter der Assistenz von Diakon Franz-Adolf Kleinrahm. Den Lektorendienst übernahm unter anderem Gemeindereferent Michael Hirsch. Beim Gebet des Vater-Unser lud der Bischof alle Schulkinder ein, nach vorne zu kommen und gemeinsam mit ihm einen Kreis um den Altar zu bilden, der die Gemeinschaft sichtbar zum Ausdruck brachte. Am Ende des Gottesdienstes durften alle Kinder einzeln zum Bischof kommen, der sie segnete. Vom Vorbereitungsteam überreichte Manfred Fürnrohr, der Geschäftsführer der Diözesanen Räte, einen kleinen Blumentopf mit Samen. Den bischöflichen Segen erhielt auch ein Ehepaar, das genau an dem Tag den 40. Hochzeitstag feierte. Musikalisch wurden beim Pontifikalgottesdienst neue geistliche Lieder aus dem Gotteslob gesungen.
Acht Eheleute geben Zeugnis
Im Namen des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Regensburg, unter dessen Verantwortung dieser Familientag stattfand, sprach stellvertretender Vorsitzender Edmund Speiseder sein Grußwort und wünschte einen Tag der Begegnung und Gemeinschaft, bei dem auch der Spaß nicht zu kurz kommen sollte. Während sich über 60 Kinder von einem Zauberer in den Bann ziehen ließen, versammelten sich die Erwachsenen zu einer Vortragsreihe mit Zeugnissen von acht Eheleuten über praktische Wege, in der Ehe zu reifen. Sie alle hatten die Elternschule, die Glaubens- und Lebensschule für Ehepaare gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen besucht. Diese dauert zwei Jahre und umfasst 32 Kurstage in sieben Kursabschnitten mit je zwei bis zehn Tagen Dauer sowie sechs eintägige Regionalgruppen-Treffen. Bei den Berichten gab es ehrliche Zeugnisse, praktische Tipps und Erfahrungen für alle, die tiefer in den Glauben sowie zu sich selbst kommen möchten.
Gott ist Dritter im Bund der Ehe
Auch wie man Ehe, Familie, Arbeit und ehrenamtliches Engagement verbinden kann wurde angesprochen und in einer humoristischen „Kochshow“ gezeigt, wie wichtig die Beziehung zu Gott als dritten im Ehebunde ist. In dieser Elternschule hatten alle eine „Tankstelle“ gefunden und wertvolle Impulse bekommen. Bischof Rudolf dankte für die authentischen und kurzweiligen Beiträge sowie die Einblicke „was Elternschule heißt“. 





