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Vor kurzem haben die deutschen Bischöfe den Ad-limina-Besuch im Vatikan absolviert, der in der Regel alle fünf Jahre stattfindet. Dabei wurde auch über den Synodalen Weg gesprochen, den die Deutsche Bischofskonferenz gemeinsam mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken initiiert haben. Von Seiten des Vatikans wurden dabei extreme Vorbehalte gegen Inhalt, Methode und Vorschlägen des Synodalen Wegs deutlich.

Im Vatikan nicht verstanden, warum der Synodale Weg eingerichtet wurde

Die Vorsitzende des Diözesankomitees der Katholiken im Bistum Regensburg, Martha Bauer, schätzt es, dass man sich auf den Weg gemacht hat und umstrittene Themen angesprochen wurden. „Dennoch wurde der Eindruck vermittelt, dass man im Vatikan überhaupt nicht verstanden hat, warum der Synodale Weg eingerichtet wurde“, so die Vorsitzende des Diözesankomitees. Der Synodale Weg habe seinen Ursprung im Skandal des spirituellen und sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich.

Synodaler Weg ist ein konstruktiver Beitrag zur Weltbischofssynode

Die Rückmeldungen, die zur von Papst Franziskus eingeleiteten Weltbischofssynode zur Synodalität in der Kirche eingegangen sind, hätten bestätigt, dass diese Themen nicht nur auf die deutsche Kirche beschränkt seien. „Der Synodale Weg ist ein konstruktiver Beitrag zur Weltbischofssynode und muss auch als solcher verstanden werden. Der Vatikan muss sich der Lehre Christi und den Gläubigen verpflichtet sehen, nicht zuerst den erstarrten Regeln und Strukturen“, führt Martha Bauer weiter aus. Dies fordere ein sofortiges Handeln.

Regensburg, 24.11.2022

Manfred Fürnrohr,

Geschäftsführer Diözesane Räte

Synodaler Weg

Weltbischofssynode bei der deutschen Bischofskonferenz

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