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„Ein Tag für uns – und das verbunden im Glauben mit Spiel und Spaß“, dieses Erlebnis hatten 21. September 2025 zahlreiche Besucher im Diözesanzentrum Regensburg. Es wurde ein rundherum gelungener Nachmittag, dieser fünfte diözesane Familientag des Diözesankomitees. 

Der Arbeitskreis Ehe und Familie im Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Regensburg war rund um Geschäftsführer Manfred Fürnrohr von den Diözesanen Räten der Organisator dieses Tages und wurde von vielen Helfern tatkräftig unterstützt. Gemeinsam mit Regionaldekan Pfarrer Holger Kruschina, dem Bischöflich Beauftragten für das Diözesankomitee, feierten kleine und große Besucher einen kurzweiligen Sonntagsgottesdienst in der Hauskapelle des Diözesanzentrums. Ein Chor von Pueri Cantores gestaltete den musikalischen Bestandteil der Liturgiefeier.

Familie als Ort der Glaubensweitergabe

Einen herzlichen Willkommensgruß sprach zu Beginn Martha Bauer, die Vorsitzende des Diözesankomitees. Sie betonte, dass heute die Familie im Mittelpunkt stehe. „Familie als Ort des Miteinanders – des Lebens, des Teilens von Freuden und Sorgen des Alltags.“ In der Katholischen Kirche zähle die Familie als Ort der Glaubensweitergabe. Es dürften aber auch die solidaritätsstiftenden Leistungen wie die Erziehung und Pflege nicht vergessen werden.  Im beträchtlichen Maß werde diese in der Familie erbracht. Schließlich blickte Martha Bauer noch auf die Familien als Pol der Ruhe und Sicherheit in bewegten Zeiten.

Ganz ohne Schummeln geht es wohl nicht

„Hat von Euch schon mal jemand geschummelt“ fragte Regionaldekan Holger Kruschina zu Beginn seiner Predigt. Erst zögerlich, aber dann schnellten doch zahlreiche Hände in die Höhe. Manchmal sei ein bisschen Schummeln eben erlaubt, bei Spielen und dergleichen. Kruschina blickte auf den Reichtum, den viele suchen, dabei verkaufen wollen oder auch schummeln. Das sei aber verkehrt. Reichtum allein sei nicht das Problem. Vielmehr gehören Chancen genutzt, sich für das Gute, für das große Ganze einzusetzen. „Die Herren des Geldes“ seien nicht immer glücklich. Oftmals sei das Geld Herr über diese Leute.

Der Prediger erinnerte an die Worte der Lesung, in der es geheißen hatte, zu beten – ohne Streit, ohne Zorn, ohne Neid und ohne Hass. Er ermutigte seine Zuhörer, dankbar zu sein für das, was uns Gott schenke. An diesem Nachmittag schenke er uns einen Tag des Dankes: „Die Sonne scheint, wir sind alle beieinander, wir können spielen und feiern“. Abschließend blickte Kruschina auf das Jahresmotto „Pilger der Hoffnung“ und wünschte allen, als solche unterwegs zu sein.

Alle Kleinen rund um den Altar

Bereits zu Beginn waren die Kinder in den Gottesdienst miteingebunden, übernahmen den Ministrantendienst und sprachen die Kyrierufe und Fürbitten. Zum Vater unser waren die Kinder rund um den Altar versammelt, um gemeinsam zu beten. Und auch die Lieder von Pueris-Cantoris wurden eifrig aus dem Gotteslob mitgesungen. Am Ende des Gottesdienstes bedankte sich der Geschäftsführer des Diözesankomitees Manfred Fürnrohr bei Regionaldekan Holger Kruschina und den Mitgliedern von Pueri-Cantoris. Gleichzeitig gab er Hinweise, mit welchen Aktionsangeboten es weitergeht, wie man auf seiner Stempelkarte mit Namensfeld und Lageplan umgeht. Denn am Ende wartete eine Tombola.

Und schon ging der bunte Nachmittag mit seinem vielfältigen Angeboten los. Viele stürmten die Hüpfburg, die als Schloss ein toller Hingucker im Innenhof war. Aber auch die Outdoor-Spiele im Turmhof wurden begeistert angenommen mit Torwand und Hackl-Wurf. Ein Upcycling-Workshop der Jugendstelle lud ebenso zum Basteln ein, wie die Minigolf-Bahn, das Riesen-Jenga und die Demokratieschlüsselanhänger vom BDKJ. Heiß umringt war das Angebot des Kinderschminkens durch die Jugend 2000. Holzkreuze konnten liebevoll und mit viel Kreativität beim Evangelisationswerk verziert werden. Glücksrad und Quiz waren beim AKM zu erleben. Informationen gab es durch die Kolpingsfamilie, den Katholischen Frauenbund, den Verein Ghana-Hilfe Pfarrer Renner e.V., die Fachstelle Ehe und Familie und die Katholische Erziehergemeinschaft (KEG).

Den Heiligen Wolfgang kennengelernt

Die „Herzerlbank“ als Fotomotiv wurde ebenso gut genutzt wie das Domturmpuzzle durch den Arbeitskreis Ehe und Familie. Der Familienbund hatte eine Fotobox aufgebaut und hier hörte man viel Lachen. Der Verein Ghana-Hilfe Pfarrer Renner bot eine Ecke für Kinder; zum einen konnten hier Armbänder in bunten Farben oder mit dem persönlichen Namen gebastelt werden oder die „stille Ecke“ wurde als Kuschel-Lese-Ecke genutzt zum Buch-Vorlesen-lassen und für eine kleine Ruhepause. So manche nutzte das tolle Angebot des „offenen Singen“ von Pueri-Cantores für jeweils 30 Minuten, um neue Lieder zu lernen oder auch so manchen Tipp als Chorsänger zu erhalten. Im Foyer des Diözesanzentrums gab es Kaffee und Kuchen sowie Getränke an liebevoll geschmückten Stehtischen und auch das war bestens frequentiert.

Viele nutzten auch die aufgestellten Bierbänke im Innenhof des Diözesanzentrums, um die warme Septembersonne zu genießen. Die verteilten Stempelkarten füllten sich rasch mit den erforderlichen Stempeln und wurden in einer großen Box gesammelt. Hier half am Ende eine Glücksfee beim Ziehen der Gewinner für die Tombola. Gutscheine für Eis und Bücher und viele Kleinigkeiten wechselten den Besitzer. Bereits vor der sehnsüchtig erwarteten Tombola stand das gemeinsame Singen mit dem Lied „Wir singen unseren Glauben“ auf dem Programm, was allen sichtlich Freude machte. Die Familien hatten einen herrlichen Nachmittag der Begegnung und Gemeinschaft erlebt, bei dem Spiel und Spaß, das Miteinander und etwas gemeinsames Machen im Vordergrund standen. Viel Lob ernteten die Organisatoren für die Örtlichkeit der Veranstaltung: das Diözesanzentrum kannte man bisher nur vom Vorbeigehen. Jetzt sind sich die Familien hier in der kirchlichen Einrichtung begegnet, konnten sich in entspannter Atmosphäre austauschen und haben eine Bestärkung in ihrem Glauben erfahren.

Text und Fotos: Irmgard Hilmer